Wirtschaft am Wendepunkt

Stakeholder Modell

Stakeholder: Die Beziehungen mit ihnen entscheiden über den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Zahlreiche Fragen der Unternehmens-Strategie lassen sich in den Stakeholder-Relationen abbilden – damit gelingt eine deutliche Reduktion von Komplexität, wenn es um die Steuerung von Unternehmen geht.

Natürlich gibt es zahlreiche Stakeholder, die für ein Unternehmen wichtig sind. Unser Modell clustert sie nach den vier zentralen Bereichen "Finanzen", "Kunden", "Akzeptanz" und "Mitarbeiter". Als übergreifender Sektor kommt das Mediensystem hinzu.

stakeholder-model Das Stakeholder Modell ist nicht neu. In seinem Werk über „Strategic Management“ spricht der US-Ökonom Freeman vom Stakeholder als „any group or individual who can affect or is affected by the achievement of the organization’s objectives“ (Freeman, Strategic Management, 1984, 46). Erst später präzisieren Mitchell et al (1997, 874) diesen Ansatz durch drei Dimensionen, die eine Priorisierung der zahlreichen Gruppen erlauben können.


Unser Modell ist dagegen einfach und intuitiv entstanden – es bildet die Realitätswahrnehmung vieler Wirtschaftspraktiker ab. Wir unterscheiden zwischen vier Kategorien von Stakeholdern, die für ein Unternehmen wichtig sind:

  • dem Kundenmarkt
  • dem Finanzmarkt
  • dem Akzeptanzmarkt
  • dem Mitarbeitermarkt.

stakeholder-model_waw So gut wie alle strategisch wichtigen Beziehungen eines Unternehmens können unter einer dieser übergeordneten Kategorien zusammengefasst werden – im am wenigsten bekannten „Akzeptanzmarkt“ geht es um die Sicherung von Legitimität in der politischen Arena, bei den Einflussgruppen in Staat und Gesellschaften, die in einem komplexen Einflußgefüge letztlich über die „licence to operate“ für das Unternehmen entscheiden können.

Vermittelt werden alle vier Stakeholder-Kategorien durch das Mediensystem, das aus diesem Grund in der Mitte unseres Systems steht.

Im Überblick

Was hat die Führungselite der deutschen Wirtschaft aus der gravierendsten Finanz- und Wirtschaftskrise seit achtzig Jahren gelernt? Und was wollen die Top-Manager in ihren Unternehmen zum Beginn des neuen Jahrzehnts ändern? Darum geht es in „Wirtschaft im Wendepunkt“, einem Publikationsprojekt von Prof. Dr. Joachim Klewes und Udo Klein-Bölting mit dem renommierten Hanser Verlag.

Fragen für Morgen

Beispiele:
Bleibt Führung im neuen Jahrzehnt wie sie in den letzten Jahren war?
Wie verändern sich die Unternehmensbeziehungen zu Politik und Gesellschaft?
Welche neuen Akzente wollen die Unternehmenslenker nach der Krise setzen?
Wie kommen die Top-Manager selbst mit ihrer neuen Rolle zurecht?

Kommentar

prof.dr.joachim.klewes„Wir sehen jeden Tag, dass die Krise in den Entscheidungen vieler Top-Manager Spuren hinterlassen hat. Aber was wird davon Bestand haben? Und wie ändert sich das Selbstverständnis unserer Wirtschaftselite?“

Prof. Dr. Joachim Klewes, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf